Bremerhaven, 16.04.2020, von André Schröder

Corona-Pandemie – Technisches Hilfswerk übernimmt Verteilung von Schutzkleidung und Desinfektionsmittel im Auftrag der Stadt Bremerhaven

Dem Technischen Hilfswerk (THW) hat der Bremerhavener Corona-Krisenstab die Aufgabe übertragen, zentral beschaffte persönliche Schutzausstattung für medizinisches Personal kommissionieren und an die Bedarfsträger wie Alten- und Pflegeheime, aber auch Krankenhäuser, zu verteilten.

Die weltweite Corona-Pandemie hat zu einem stark gestiegenen Bedarf an Schutzausstattung wie Schutzmasken, Einmalhandschuhen oder Schutzkitteln geführt, so dass Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser ihren Bedarf über ihre Lieferanten nicht mehr decken können. Schon kurz nach Beginn der Krise hatte deshalb der Bund damit begonnen, zentral Schutzausstattung zu beschaffen und diese über die Bundesländer zu verteilen, so auch an die Stadt Bremerhaven. 

 Der Corona-Krisenstab der Stadt Bremerhaven hat die Logistik um die zugewiesene Schutzausstattung in die Hände des Technischen Hilfswerks gelegt. Seit Anfang April kümmern sich rund ein halbes Dutzend THW-Einsatzkräfte unter der Leitung von Dennis Bruns, der sich in seinem Hauptberuf als Hafenfacharbeiter mit dem Umschlag von Waren auskennt und seit vielen Jahren ehrenamtlich als Gruppenführer im THW Bremerhaven tätig ist, darum, dass die zugewiesene Ware aus einem Zentrallager in Bremen abgeholt und in einem Lager in Bremerhaven kommissioniert wird, um schließlich an die Abnehmer in Bremerhaven ausgeliefert oder von diesen am Bremerhavener Lager abgeholt werden zu können. 

 Beinahe täglich stehen für die Ehrenamtlichen vom THW seither Ein- und Ausgänge von Waren an, die abgearbeitet und dabei lückenlos dokumentiert werden müssen.

 Wer welche Mengen zu welchem Zeitpunkt zugewiesen bekommt, entscheidet dabei der Krisenstab der Stadt Bremerhaven. Von ihm kommen die einzelnen Lieferaufträge an das THW, das diese dann umsetzt.

 Das THW Bremerhaven hat sich darauf eingerichtet, den Einsatz noch eine ganze Weile fortzuführen zu können. Solange eine Logistik für Schutzausstattung über den Bevölkerungsschutz notwendig sein wird, steht das THW für diese Aufgabe zur Verfügung. Der Einsatz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist dabei nur möglich, da ihre Arbeitgeber für die Einsatzzeit auf ihre Mitarbeiter verzichten. Sie werden hierfür vom Bund als Träger des THW finanziell entschädigt.


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